Die Fichtelberg Schwebebahn ist seit über 85 - Jahren ein besonderes Wahrzeichen des Kurortes Oberwiesenthal.
"Der Berg ruft!" An der Talstation der Fichtelberg Schwebebahn herrscht buntes Treiben. Wanderer, Familien und Urlauber haben nur ein Ziel: den 1215 Meter hohen Fichtelberg, die höchste Erhebung Mitteldeutschlands.
Der Berg ist Ausgangspunkt für die Erkundung der Umgebung. Rund 80 km Wanderwege stehen im Fichtelberggebiet zur Verfügung. Schon die Fahrt nach oben bietet tolle Ausblicke.
Natürlich sind die Oberwiesenthaler stolz auf ihr technisches Wahrzeichen. Seit dem 22. Dezember 1924 bringt die Bahn Besucher auf den Fichtelberg und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 303 Metern bei einer Trassenlänge von 1175 Metern.
Heute benötigt sie dazu ca. 3,5 Minuten bei einem Fassungsvermögen von 44 Personen pro Kabine.
Rund 600 Gäste kann die älteste Seilschwebebahn Deutschlands in einer Stunde pro Richtung befördern.
M.Ernst privat
Am 20. Juli 1897 wurde das romantische Bergstädtchen durch die Schmalspurbahn nach Cranzahl an das öffentliche Eisenbahnnetz angeschlossen. Ihre Geschichte ist natürlich eng mit der traditionsreichen Entwicklung des Wintersportortes Oberwiesenthal verbunden.
Als 1884 das königliche Finanzministerium dem Bau einer Schmalspurbahn zustimmte, war die Zeit der romantischen Postkutsche auf der Strecke Leipzig-Oberwiesenthal vorbei. Die Eisenbahn überwindet auf ihrer über 17 Kilometer langen Fahrstrecke einen Höhenunterschied von 240 Metern. Die Strecke wird auch heute noch als eine der letzten Bahnen in Deutschland von Dampflokomotiven im Regelverkehr befahren. Dabei führt die Fichtelbergbahn durch eines der schönsten Gebiete des oberen Erzgebirges und endet am Fuße des Fichtelberges.
M.Ernst privat
Bereits zu diesem Zeitpunkt kam die Idee, das beliebte Feriengebiet mittels einer Seilbahn zu erschließen, die dann 1924 ihre Verwirklichung fand.
Mit dem Bau begann man am 1. September 1924.
Nach der Rekordzeit von nur vier Monaten konnte am 29. Dezember die erste Seilschwebebahn Deutschlands ihren öffentlichen Fahrbetrieb aufnehmen und bis Silvester etwa 1500 Personen auf den Fichtelberg befördern.
Anfangs verfügte die Anlage noch über eine Reihe von Schwächen: So waren die Wagen unnötig schwer und da man nicht auf andere Patente zugreifen konnte, mussten zwei Zug- und Tragseile verwendet werden.

In der Folge wurden zahlreiche technische Veränderungen am Bahnsystem vorgenommen. Nach einem Besitzerwechsel wurden 1940 die Kabinen erneuert und ein neuer Notantrieb eingebaut. 1948 musste der Betrieb jedoch auf Grund des desolaten technischen Zustandes die Bahn eingestellt werden.
1961/62 und 1985 erfolgte jeweils ein grundlegender Neuaufbau der Bahn, bei dem dann die letzten Originalteile, unter anderem die Seilbahnstützen, ausgetauscht wurden.
Nach dem Umbau nahm die rekonstruierte Schwebebahn ihren Betrieb im Juni 1987 wieder auf. Die Beförderungsleistungen konnten wie vor dem Umbau mühelos wieder erreicht werden, so dass 1989 eine Jahresbeförderung von 880.000 Personen gelang.

Nach der politischen Wende gingen die Zahlen zurück.
Der Bahnbetrieb pegelte sich Mitte der 1990er Jahre bei etwa 350.000 bis 450.000 Beförderungen ein. Der ehemalige volkseigene Betrieb wurde nun kommunaler Eigenbetrieb und direkt der Stadtverwaltung unterstellt. 1995 wurde dann eine weitere Großreparatur notwendig.
1996 wurde der Eigenbetrieb in eine GmbH mit kommunaler Beteiligung umgewandelt.

Direkt entlang der tschechischen Grenze gibt es ein gut ausgebautes Wanderwegnetz ins Erzgebirge, mit Anschlusswanderwegen ins Nachbarland.
Beliebte Ausflugsziele in näherer Umgebung runden das vielfältige Angebot ab.
M. Ernst privat
Die Schwebebahner sagen:
"Eine Fahrt mit der Schwebebahn ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis"

Wir würden uns freuen, Sie bei uns am Fichtelberg begrüßen zu können.
Das Team der Fichtelberg Schwebebahn

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